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Wein aus Deutschland

Nahezu 140 Sorten werden angepflanzt, große Marktbedeutung besitzen etwa zwei Dutzend, allen voran der Riesling und der Müller-Thurgau, auch Rivaner genannt. Auf diese entfallen ein gutes Drittel der rund 102.000 Hektar Rebfläche. Bei den Rotweinsorten hat der Spätburgunderanbau die größte Bedeutung. Nun erstreckt sich das Weinbauland Deutschland, das zu 64 Prozent Weißwein und zu 36 Prozent Rotwein erzeugt, von der Elbe bis zum Bodensee. Folglich gibt es fast lupenreine Weißweingebiete wie an Mosel, Saar und Ruwer. Dagegen haben südlich gelegenere Regionen wie Württemberg und Baden eine beachtenswerte Rotweintradition. Einzig den Ahrwinzern, traditionelle Rotweinerzeuger im Norden, fällt eine Sonderrolle zu. Der Trend zu roten Rebsorten ist in allen Anbaugebieten unverkennbar. Die größte Rotweinproduktion haben inzwischen die beiden größten Anbaugebiete Rheinhessen und Pfalz. Und noch weitere Signale sind auszumachen: die Hinwendung zu den Burgundersorten und die Renaissance der klassischen Rebsorten. Der saftige Müller-Thurgau (Rivaner) sorgt für unkomplizierte und preisgünstige Weissweine. Die terroirgeprägten Weine des Silvaner können als Bindeglied zu den hellen Burgunderarten Weissburgunder und Grauburgunder (Ruländer) gesehen werden. Die ersten sieben der Rebsorten-Hitparade Deutschlands bedecken gemeinsam schon über 70% der Gesamtrebfläche: Riesling mit ca 21%, Müller-Thurgau mit ca 18 %, Spätburgunder mit ca 9,5 %, Silvaner mit ca 6,2 %, Kerner mit ca 5,8 %, Dornfelder mit ca 5,3 % und Portugieser mit ca 4,9 %.

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